Mangold

Trendgemüse mit Tradition

In früheren Zeiten galt Mangold bei uns als eines der begehrtesten Gemüse – bis er vom Spinat verdrängt wurde. Nun nimmt seine Beliebtheit zu Recht wieder zu. Er ist geschmacklich intensiver und schon auf den ersten Blick machen das satte Blattgrün und die farbenfrohen Stiele Lust auf mehr.

Früher wurden auch die Mangoldwurzeln zur Zuckergewinnung genutzt, denn botanisch gesehen ist Mangold eine Rübe und verwandt mit Rote Bete oder Zuckerrübe – mit dem Unterschied, dass heute nur noch die Blätter gegessen werden.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Mangold: Blatt-Mangold, der ähnlich wie Spinat verarbeitet wird, und Stiel-Mangold. Letzteren erkennt man an den stark hervortretenden und faserigen weißen bis rötlichen Mittelrippen und Stielen, die man von unten her schälen muss.

Zartes Gemüse für den schnellen Verzehr

Das Blattgemüse wird in Deutschland nur selten angebaut. Höchstens von Juni bis August können wir es direkt aus der Region kaufen. Zusätzlich kommt von Frühjahr bis in den Herbst hinein Mangold aus Spanien, Frankreich oder Italien zu uns, wo er als Gartengemüse sehr beliebt ist.

Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass die Blätter nicht welk und die Stängel nicht fleckig oder dunkel verfärbt aussehen. Am besten kauft man Mangold nur nach Bedarf und verbraucht ihn sofort. Auch in einer Tüte oder einem feuchten Tuch bleibt Blattmangold im Gemüsefach höchstens zwei Tage frisch, Stielmangold etwas länger. In jedem Fall sollte Mangold sorgfältig gewaschen werden, um ggf. Sand zwischen den Stielen und Rillen zu entfernen.

Vielseitig in der kreativen Küche

Mangold lässt sich sehr vielseitig zubereiten. Blattmangold kann man wie Spinat verwenden oder Fleisch, Fisch und Tofu damit umhüllen. Ebenso lecker ist Mangold in Quiche oder Lasagne oder als lauwarmer Salat. Gedünstet entfaltet er einen intensiven nussigen Geschmack.

Zum Blanchieren werden die Blätter für ein bis zwei Minuten in kochendes Wasser getaucht und dann direkt in kaltes Wasser gelegt. So behält der Mangold seine Farbe und lässt sich anschließend sogar einfrieren. Beim Stielmangold sollten die zarten Blätter kürzer garen als die Stiele. Die Blätter benötigen nur etwa vier bis sechs Minuten, während die Stiele ca. acht Minuten garen müssen.

Das passende Rezept dazu finden Sie hier!

Suppen

Mangoldgemüse mit Lachsfilet und Bandnudeln

Blattgemüse neu interpretiert.

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