Schulobst- und -gemüseprogramm

5 am Tag sagt „Ja zur Schulfrucht“!

Wer früh lernt, Obst und Gemüse in den Speiseplan zu integrieren, wird das auch später beibehalten. 5 am Tag setzt sich deshalb für die Umsetzung des Schulobst- und -gemüseprogramms ein. Dabei erhält jedes Kind regelmäßig – am besten mehrmals in der Woche – kostenfrei ein Stück Obst oder Gemüse während des Schulalltags.

Das Schulobst- und -gemüseprogramm der EU ist ein idealer Ansatz, um Kindern und Jugendlichen Obst und Gemüse schmackhaft zu machen und sie so für eine Extraportion in der großen Pause zu begeistern. Als lebensnahes Präventionsangebot unterstützt Schulobst oder -gemüse die Vermittlung von Informationen und wirkt sich direkt und konkret auf das Ernährungsverhalten aus. So kann sichergestellt werden, dass die Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft nachhaltig ihr Ernährungsverhalten ändern, insbesondere wenn ein solches Programm didaktisch und pädagogisch begleitet wird.

Dafür stellt die Europäische Union finanzielle Beihilfen zur Verfügung. Die Mitgliedstaaten müssen 25 % der Kosten aufbringen, die verbleibenden 75 % übernimmt die EU. Das sind derzeit Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro. Deutschland hat Anspruch auf ca. 19,7 Millionen Euro aus diesem Topf.


Fünf Handvoll Obst & Gemüse täglich

Drei Hände voll Gemüse und zwei voll Obst!


Geeignete Obst- und Gemüsearten

Schulfruchtprogramme bieten eine ideale Gelegenheit, Kinder mit vielen Obst- und Gemüsearten vertraut zu machen. Obst und Gemüse am Stück (z. B. ein Apfel) sind am besten geeignet. Vorgeschnittene Produkte sind ebenfalls sehr beliebt, kommen wegen der erhöhten Kosten und des Verpackungsaufwandes aber weniger in Betracht.

Äpfel

Sehr beliebt, für Grundschüler eignen sich besonders kleinere Äpfel.

Birnen

Ob hart oder weich – die Geschmäcker sind verschieden.

Bananen

Sehr beliebt und einfach zu essen.

Zitrusfrüchte

Besonders geeignet sind die Varianten, die sich leicht schälen lassen - wie z.B. Mandarinen und Clementinen.

Kernobst

Nektarinen, Pfirsiche oder Pflaumen sorgen für die gewünschte Abwechslung.

Kirschen

Sehr beliebt bei den Kindern, wegen der Kerne hier weniger geeignet.

Beerenfrüchte

Erdbeeren sind das beliebteste Obst. Aber auch Himbeeren und Brombeeren werden sehr gerne gegessen.

Trauben

Direkt nach Erdbeeren, Äpfeln und Kirschen sind die Trauben sehr beliebt.

Kiwis

Geschält und in Scheiben geschnitten oder mit Löffel sind sie leicht zu essen.

Exotische Früchte

Ananas, Mango, Papaya, Melone etc. sorgen für Abwechslung

Obstsaft

Frisch gepresst oder als 100 % Saft immer lecker und nach 5 am Tag auch mal eine Alternative.

Kleine Tomaten

Ideal: Kirsch- oder Cocktailtomaten. In Schälchen kommen sie unbeschadet bei den Schülern an.

Mini Gurken

Besonders die kleinen sind beliebt, natürlich können auch größere Exemplare vor Ort klein geschnitten werden.

Baby Karotten

Einfach handlich und lecker.

Mini Paprika

Geschmacklich geeignet, allerdings können die Kerne problematisch sein.

Radieschen

Auch Kinder mögen das leicht scharfe Gemüse.

Bunte Mischung

Gurken-, Karotten-, Paprika-, Zucchini-, Kohlrabi-Sticks werden gerne geknabbert.

Gemüsesaft

Gemixt mit Obstsäften eine leckere Alternative. Wie wäre es mit Karotten-Apfel-Zitronen-Saft?

Nüsse

Aber bitte ohne Salz und nicht geröstet.

Studentenfutter

Trockenfrüchte und Nüsse schmecken zusammen besonders gut und sorgen für Abwechslung.

Trockenfrüchte

Eine große Auswahl macht es leicht: z.B. Apfel, Pflaume oder auch Feige sind sehr lecker.

Schulobst- und -gemüse in Deutschland

In Deutschland sind auf der Grundlage des Schulobstgesetzes (SchulObG) die einzelnen Bundesländer für die Umsetzung des EU-Schulobst- und -gemüseprogramms zuständig.
Aktuell (Schuljahr 2014/2015) beteiligen sich 9 Bundesländer mit unterschiedlichen Strategien.
Zusammenfassende Informationen erhalten Sie auch auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zum Schulobst- und -gemüseprogramm.

Die Schulfrucht ist erfolgreich

Dass die Schulfrucht erfolgreich ist, zeigen die Erfahrungen der Europäischen Union aus dem EU-Schulobst- und -gemüseprogramm.
Das zeigten bereits die Ergebnisse des Pilotprojekts Schulfrucht, das von 5 am Tag vor einigen Jahren durchgeführt wurde, um die praktische Umsetzung in Deutschland zu testen und Erfolgsfaktoren zu ermitteln. Mehr Informationen zu diesem Pilotprojekt finden Sie auch unter www.5amtag-schulfrucht.de.

Das zeigen letztlich auch die Erfahrungen der Bundesländer, die sich mit unterschiedlichen Strategien an der Umsetzung beteiligen. 5 am Tag bleibt deshalb am Ball, damit weitere Bundesländer folgen.

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