Kann denn Obst Sünde sein?

Die Meldung eines großen Onlineportals vor einigen Tagen hat auch uns zunächst etwas verwirrt. Denn der Tenor lautete, dass man mit Obst nicht unbedingt etwas für seine Gesundheit tut – und dass es sogar schädlich sein könne. Der Grund: der enthaltene Fruchtzucker könne Krankheiten wie Fettleber und Diabetes begünstigen.

Doch wer nachrechnet, wird es schnell feststellen: Ein Apfel z. B. enthält ca. 7-8 Gramm Fruchtzucker, viele andere Obstarten noch weniger. Selbst von Weintrauben könnte man täglich ein Kilo essen, ehe es bedenklich würde (und das wären mehr als 50-70 g Fruchtzucker am Tag). Ein normaler Genuss von Obst ist also völlig unbedenklich. Denn im Rahmen von 5 am Tag empfehlen wir 3 Portionen Gemüse und nur 2 Portionen Obst. Das macht ca. 250 g Obst am Tag und damit um die 10-15 Gramm Fruchtzucker.

Etwas problematischer sind Trockenfrüchte, in denen durch den Feuchtigkeitsentzug der Zucker natürlich konzentrierter vorkommt, deshalb empfehlen wir hier auch nur kleine Portionen von 25 Gramm.

Zu beachten ist allerdings, dass Fruchtzucker nicht nur in Obst vorkommt, sondern auch in vielen verarbeiteten Produkten. Hier lohnt sich also ein Blick auf die Zutatenliste. Und nicht nur der Fruchtzucker macht’s, auch die gesamte Menge verschiedener Zuckerarten, die wir im Laufe eines Tages so zu uns nehmen. Wenn man generell mehr Kalorien aufnimmt als der Körper verbraucht, kann freilich auch die Menge an Fruchtzucker aus Obst eine gewisse Relevanz bekommen – aber eben auch nur dann. Unser Tipp deshalb: bewusst und achtsam essen, dann macht uns auch Fruchtzucker keine Angst.

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