Gute-Laune-Essen gegen den Winterblues

Gute-Laune-Essen – was fällt Ihnen spontan dazu ein? Schön angerichtete Speisen als Augenschmaus? Aromen, die auf der Zunge tanzen? Köstliche Essensdüfte, die durch die Nase ziehen und uns den Mund wässrig machen? Ja, das könnte passen. Aber „mood food“ ist mehr.Grundsätzlich ist es auch in der kälteren Jahreszeit sinnvoll, nicht zu schwer und fettig zu essen und häufig zu Obst und Gemüse zu greifen. Erwischt Sie dennoch der Winterblues, können Sie häufiger Lebensmittel essen, die dazu beitragen, dass es Ihnen an grauen Tagen ein bisschen besser geht.Getrocknete Datteln und Feigen, reife Bananen und Bitterschokolade enthalten zum Beispiel Tryptophan, ein Vorläufer des Hormons Serotonin, das im Gehirn entsteht und unter anderem Glücksgefühle hervorruft. Isoleucin ist ebenfalls ein Gute-Laune-Stoff, der an Glücksgefühlen beteiligt ist. Der Eiweißbaustein ist so verschiedenen Lebensmitteln wie Erdnüssen, Weizenkeimen, Fleisch, Thunfisch und Lachs zu finden.Wenn Sie den Winterblues besonders stark empfinden, könnte ein Mangel an B-Vitaminen die Ursache sein. Unter einem Vitamin B 12-Mangel leiden manchmal Veganer, da dieses Vitamin vor allem in Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern enthalten ist. Vitamin B 1, das den Nerven guttut, ist in vielen Gemüsen, aber auch Getreide, Kartoffeln und Innereien enthalten. Ein Mangel an Folsäure, also Vitamin B 9, kann Erschöpfung, erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und depressive Verstimmungen zur Folge haben. Auch hier helfen die passenden Lebensmittel, zum Beispiel Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Rüben und Spargel sowie Milch- und andere tierische Produkte.Vitamin D kann unser Körper in Verbindung mit UV-Licht selbst bilden. Da in der kälteren Jahreszeit die Sonne meist weniger scheint und wir weniger draußen sind, kann es daher zu einem Defizit kommen. Regelmäßige Spaziergänge helfen, außerdem können Sie häufiger Fischgerichte und Avocados essen.Verzichten können Sie hingegen auf Nahrungsergänzungsmittel, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ihre Experten bemängeln die fehlenden wissenschaftlichen Beweise für die behaupteten gesundheitlichen Wirkungen der bunten Pillen. Auch von Produkten, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind, rät die Fachgesellschaft ab. Sie seien in ihrer Wirkung grundsätzlich nicht vergleichbar mit der Wirkung von Gemüse und Obst. Fünf Portionen am Tag sollten es mindestens sein.

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