Pressemitteilung

Was Brokkoli und Co. für unsere Gesundheit leisten


Mannheim, Dezember 2004 (djd) - Lange Zeit als "Arme-Leute-Essen" verkannt, feiert Kohl seit einigen Jahren als Schlankmacher ein Comeback in deutschen Küchen. Und das zu Recht: Denn die Gemüse aus der großen Kohlfamilie lassen sich nicht nur auf vielerlei Art zubereiten - reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, sind sie zudem unverzichtbar für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Ob nun Blumenkohl, Brokkoli oder Rosenkohl, Rot-, Weiß- und Wirsingkohl oder der in Norddeutschland so beliebte Grünkohl, alle glänzen mit der Note „sehr gut“, wenn es um den Gehalt an Sekundären Pflanzenstoffen geht, die den Menschen vor Krankheiten schützen können. So deuten zahlreiche Studien darauf hin, dass die vielfältigen Inhaltsstoffe von Kohlgemüse die Abwehrkräfte steigern, das Wachstum von Pilzen, Bakterien oder Viren hemmen und den Cholesterinspiegel senken können. Ihre bedeutendste Leistung liegt aber in ihrem Potential, die Entstehung von Krebszellen hemmen zu können. An der John Hopkins Universität in Baltimore fand man in Tierversuchen heraus, dass Sulforaphan, ein Sekundärer Pflanzenstoff, der in Kohlarten, insbesondere aber in Brokkoli vorkommt, maßgeblich für die vor Krebs schützende Wirkung verantwortlich ist. 

Mit der Faustregel „5 Portionen Obst und Gemüse am Tag", wie es die Gesundheitskampagne 5 am Tag (www.5amtag.de) empfiehlt, ist es ganz einfach, sich rundum gesund zu ernähren: Täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse reichen aus, damit ein breites Spektrum an protektiv wirkenden Sekundären Pflanzenstoffen aufgenommen wird. Und da kommen gerade jetzt in der kühlen Jahreszeit die vielen unterschiedlichen Kohlarten ins Spiel und nehmen die Langeweile aus den Speiseplänen. Wichtig bei der Zubereitung: Den Kohl nur schonend garen, denn viele Vitamine und Sekundäre Pflanzenstoffe sind hitzeempfindlich. Die wahren Fans servieren deshalb Weißkohl, Kohlrabi oder Brokkoli auch mal als Rohkost oder greifen zu schmackhaftem Sauerkraut.