Ein Hoch der Saure-Gurken-Zeit

Es ist Saure-Gurken-Zeit und wir freuen uns! Nein, nicht weil es zurzeit wenig wichtige Nachrichten in TV und Zeitungen gibt, sondern weil geerntet werden kann in Hülle und Fülle. Und wer möchte schon das, was er nicht sofort verbrauchen kann, einfach wegwerfen oder verschenken?

Also: Haltbar machen. Einfrieren? Da steckt die Tücke im Detail. Für wasserreiches Gemüse wie Rettich, Zwiebeln, Gurken oder Tomaten ist Frost zum Beispiel komplett tabu - sie würden beim Auftauen Matsch.

Eine Alternative: einkochen oder einlegen, im guten alten Einkochtopf oder im Backofen bei 75 bis 100° C. Freilich kommt es durch die Hitzebehandlung zu einem Verlust an Vitaminen, der jedoch kaum höher ist als beim üblichen Garen, und auch hier geht ein Teil der Vitamine in die Aufgussflüssigkeit über.

Besonders lecker schmecken feste Gemüsearten wie grüne Bohnen, Rote Bete, Paprika oder Gurken aber, wenn sie in einen sauren oder süßsauren Sud mit ca. 0,5 – 3% Essig einlegt werden. Das Ergebnis entspricht dann obendrein exakt dem eigenen Geschmack, denn mit Gewürzen wie Ingwer, Dill, Nelken, Senfkörnern, Wacholderbeeren oder Pfeffer kann individuell gespielt werden.

Wir haben die Mutter von Moni aus unserem Redaktionsteam zu ihren Tipps für perfekte Gewürzgurken befragt. Ihr Rezept: je 2 EL Salz und Zucker, Zwiebel, 1 EL schwarze Pfefferkörner, 2 EL gelbe Senfkörner, 2-3 frische Dillrispen, 1 l hellen Essig aus Essig-Essenz und 1 l Wasser. Die Gurken senkrecht in das Glas stecken, obenauf die Gewürze. Essig und Wasser mit Salz und Zucker zu einem Sud aufkochen, heiß in die Gläser gießen und Gläser sofort verschließen.

Und was ist nun mit dem Federbett? Das kommt hier ins Spiel. Denn normalerweise würde man nun die Gürkchen im Backofen im Wasserbad bei 80° C für ca. 20 Minuten einkochen. Nicht bei Monis Mutter. Sie schwört darauf, dass die Gurken im Glas am knackigsten bleiben, wenn sie sehr schonend abgekühlt werden. Monis Mutter packt sie also, kaum dass sie mit dem heißen Sud übergossen sind, unter ein Federbett. Das hält die Gläser lange fast so warm wie im Ofen - und Strom spart es auch noch.

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