Herbstzeit ist Kräuterzeit

Auch wenn uns der Frühherbst am Tag noch angenehme Temperaturen bringt, kann es nachts bereits empfindlich kühl werden. Zeit also, sich Gedanken zu machen, was mit unseren schönen Kräutern im Beet und auf dem Balkon passiert. Damit wir auch noch im Winter etwas davon haben, hat 5 am Tag sich schlau gemacht.

Nicht winterharte Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin oder Basilikum, drohen bei Frost einzugehen und dürfen deshalb auf die Fensterbank umziehen, um dort noch einige Zeit zu überdauern. Petersilie oder Schnittlauch treiben, wenn sie im Freien überwintern, im Frühjahr sogar kräftiger wieder aus. Doch die würzigen Stängel und Blätter sind bei Frost ebenfalls hinüber. Um den vielfältigen Geschmack bestmöglich zu erhalten, ist Ende September die beste Zeit, unsere Kräuter abzuernten und einen Vorrat anzulegen.

Naheliegend ist zunächst das Trocknen. Damit wird den Kräutern Wasser entzogen, sodass sich Mikroorganismen nicht mehr vermehren können. Am besten trocknet man Kräuter zu dünnen Bündeln geschnürt bei geringer Luftfeuchte, z. B. auf einem Dachboden. Oder man benutzt den Backofen, den man aber einen Spaltbreit offen lassen sollte, damit der Dampf abziehen kann. Das verbraucht allerdings jede Menge Energie, ist nicht für alle Kräuter geeignet und auch nicht die schonendste Methode. In jedem Fall sollten die Kräuter nicht gleich nach dem Trocknen zerkleinert werden, denn sonst verlieren sie weitgehend ihr Aroma. Unser Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht.

Auch möglich: Kräuter in Essig oder Öl einlegen, um diesen Flüssigkeiten eine würzige Note zu verleihen. In einem Glasgefäß erhält man an einem hellen Standort nach ein paar Wochen eine leckere Grundlage für ein Salatdressing oder ein Bratöl.

Unsere 5 am Tag-Alternative ist jedoch: die Kräuter grob hacken (außer Minze) und in kleinen Gefrierdosen ins Tiefkühlfach legen, einzeln oder auch als Kräutermischung. So schmecken sie später fast wie frisch gepflückt. Und das Gute: Das Einfrieren bekommt auch Borretsch, Sauerampfer und Schnittlauch, die sich zum Trocken nicht eignen. Mit etwas Wasser oder Olivenöl in Eiswürfelbehältern eingefrostet, lassen sich die Kräuter später übrigens besonders gut portionieren.

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