Wenn der Has‘ im Pfeffer liegt

Was Auberginen oder Zucchini erst den richtigen Kick verleiht, kann bei anderen Gerichten zu viel des Guten sein: Das Würzen. Weil nachwürzen immer geht, lautet deshalb das oberstes Würz-Gebot „Sparsam würzen“. Doch was tun, wenn doch einmal etwas danebengeht, die Suppe versalzen oder die Soße zu scharf geraten ist? Nicht immer lässt sich Salz gleich aus dem Essen löffeln, bevor es sich aufgelöst hat. Einige kleine Tricks haben wir dennoch ausprobiert und festgestellt: mit ein wenig Obst oder Gemüse geht auch hier vieles.

Wenn etwas zu süß geraten ist, wirkt ein kleinerer oder größerer Schuss Zitronensaft meist Wunder. Gegen zu viel Säure hilft wiederum Zucker oder Honig, oder wenn es passt ein wenig Apfelmus. Der verleiht einer Soße ganz nebenbei eine leicht fruchtige Note.

Um zu scharfe oder salzige Soßen und Suppen zu retten, sind Sahne, Brühe oder Wein die absoluten Klassiker, die die Schärfe binden und das Gericht gleichzeitig strecken. Aber auch mit Tomate oder Tomatenmark lässt sich gut verlängern. Wer das nicht möchte, dem empfehlen wir Apfel, Möhre oder eine rohe Kartoffel. Diese können kurze Zeit mitgekocht werden, um überschüssiges Salz zu binden, und werden anschließend wieder entfernt. Das funktioniert auch recht gut, wenn etwas angebrannt ist.

Ebenfalls getestet: die Zugabe von geschmorten Zwiebeln macht überwürzte Soßen etwas süßer und sämiger. Und Knoblauchgeschmack lässt sich durch längeres Kochen mildern oder durch die Zugabe von klein gehackter Petersilie. Auch Kräuter wie Thymian oder Anis enthalten Öle, die das im Knoblauch enthaltene Allicin zersetzen.

Bleibt allerdings keine Zeit mehr eine feurig gewürzte Mahlzeit zu retten, wird jeder Gast dankbar sein für eine stärkehaltige Beilage, ein Stück Brot oder etwas Sauerrahm. Wasser ist dafür denkbar ungeeignet - und Angst vor Missgeschicken beim Kochen erst recht.

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