Ausgewogen essen – nach neuen und alten Regeln

Wie sieht eigentlich eine „gesunde“ Ernährung aus? Ist „5 am Tag“ nicht schon längst überholt? Und wie viel Obst und Gemüse soll man eigentlich essen? Damit wir im Dschungel immer neuer Trends die Orientierung behalten, gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) seit Jahrzehnten Leitlinien heraus, die so genannten 10 Regeln der DGE.

Und obwohl die DGE diese Regeln nie als starre Gebote und Verbote verstand, hatten Experten wie Kritiker bereits seit längerer Zeit eine Aktualisierung gefordert. Der Grund: gerade auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften wurden in den letzten Jahren viele Erkenntnisse gewonnen und das ließ die bisherigen Leitlinien inzwischen etwas „alt“ aussehen. Nun hat die DGE diese Regeln überarbeitet und auch bewusst mehr Spielraum für Individualität gelassen. Alle neuen Regeln auf einen Blick gibt es hier. Doch was wurde konkret modifiziert?

Da komplexe Kohlenhydrate lange satt machen, den Insulinspiegel niedrig halten und dauerhaft Energie liefern, heißt es etwa dort, wo früher „reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln“ empfohlen wurden, nun „Vollkorn wählen“. Weil Fett nicht gleich Fett ist und Omega-3-Fettsäuren z. B. nützlich für unser Wohlbefinden sind, lautet die Empfehlung nun „gesundheitsförderndes Fett“ zu nutzen. Daran, dass zuckerhaltige Lebensmittel nur sparsam verzehrt werden sollten, hat sich aber beispielsweise nichts geändert.

Und was ist mit 5 am Tag? Da wird jetzt auch „ganz offiziell“ etwas genauer hingeschaut und was für den Einen ein alter Hut ist, ist für Andere vielleicht neu: empfohlen werden zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Weil Obst naturgemäß Fruchtzucker enthält, sollen die Gemüseportionen im Idealfall also in der Überzahl sein. Doch in der Summe heißt es weiterhin: Nimm 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Was zu 5 am Tag zählt und was unter einer Portion zu verstehen ist, haben wir der Einfachheit halber hier für Sie noch einmal aufgelistet.

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